SPD Ortsverein Frankfurt-Sachsenhausen

Meldung:

03. Juli 2018
Birgit Puttendörfer – Stadtverordnete der SPD-Fraktion im Römer

Schaffung von preisgünstigem Wohnraum hat auf dem FAZ-Areal Priorität

Die SPD-Fraktion im Römer hält es für dringend erforderlich, dass auf dem FAZ-Areal eine möglichst große Anzahl bezahlbarer Wohnungen entsteht und hofft, dass die Fazit-Stiftung als Eigentümer einer Konzeptvergabe für das Areal zustimmt. Eine Planungswerkstatt, wie sie von den Grünen gefordert wird, hält die SPD-Fraktion stattdessen für kontraproduktiv.

„Die Verwertungsmöglichkeiten für das Areal sind aus planungsrechtlicher Sicht eingeschränkt, das weiß auch die Fazit-Stiftung. Ich sehe daher gute Chancen, in Verhandlungen zwischen dem Planungsdezernat und dem Eigentümer zu einer Lösung zu gelangen, die neben Gewerbe auch eine große Zahl preiswerter Wohnungen ermöglicht. Ich würde mir wünschen, dass neben geförderten Wohnungen im ersten und zweiten Förderweg auch Genossenschaften bei der Vergabe zum Zuge kommen. Ziel muss ein städtebaulicher Vertrag sein, der sowohl dem Gemeinwohl als auch den berechtigten Verwertungsinteressen des Eigentümers Rechnung trägt. Eine Planungswerkstatt, die bei öffentlichen Grundstücken durchaus sinnvoll ist, halte ich bei diesem Grundstück jedoch nicht für zielführend“, so Birgit Puttendörfer, die die Interessen der SPD-Fraktion im Planungsausschuss vertritt.

Auch die Idee, auf dem Gelände weitere Künstlerateliers zu etablieren, findet nicht die Zustimmung von Puttendörfer: „Der Bedarf an Künstlerateliers ist zweifellos da, aber an dieser Stelle ist die Schaffung von Wohnraum wesentlich wichtiger und zielführender“.

Puttendörfer hat stattdessen das ehemalige Polizeigefängnis Klapperfeld für weitere Künstlerateliers im Blick: „Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und wir wollen dort in jedem Fall eine Erinnerungsstätte für die Verfolgten des Nazi-Regimes erhalten. Das schränkt die Nutzungsmöglichkeiten natürlich ein, aber der Verein ‚Faites votre jeu‘, der derzeit dort Erinnerungsarbeit leistet, nutzt nur einen Teil des Gebäudes und Künstlerateliers in weiteren Bereichen wären eine durchaus kompatible Nutzung. Daher hoffe ich sehr, dass dort die Nutzungsmöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler geprüft werden. Die Einnahmen aus der Vermietung der Flächen könnten dann zum Erhalt des Gebäudes beitragen. Ich glaube, dass ein Mix aus Erinnerungsstätte und Künstlerateliers eine echte Bereicherung für dieses zentrale Innenstadtareal wäre.“

Puttendörfer tritt mit diesem Vorschlag auch der CDU-Idee entgegen, das Areal als Erweiterungsfläche für die Gerichte an das Land abzugeben: „Ein entsprechender Bedarf des Landes ist uns bislang nicht bekannt und der Denkmalschutz dürfte eine solche Nutzung auch ausschließen,“ so Puttendörfer.

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